Facebook steht wegen Datensammlung in Deutschland erneut vor Gericht (24. März 2021/12:24) Schon 2019 versuchte das deutsche Kartellamt, die Sammlung von Daten außerhalb des Netzwerks zu unterbinden. Nun beginnt eine erneute Gerichtsverhandlung Am Mittwoch muss sich Facebook beim Oberlandesgericht Düsseldorf erneut gegen die Bemühungen des deutschen Bundeskartellamts wehren, die Datensammlung des Konzerns außerhalb des eigenen Netzwerks einzuschränken. Schon Anfang 2019 untersagte die Behörde diese Praxis kurzzeitig, weil sie darin unfairen Wettbewerb sah. Noch im selben Jahr meldete das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf jedoch Zweifel an der Argumentation der Wettbewerbshüter an und setzte den Vollzug aus. Mitte letzten Jahres hob der Bundesgerichtshof diese Entscheidung wieder auf. Nun wird erneut verhandelt. Es ist so eine Art interne Entflechtung der Datenverarbeitung bei Facebook ... kommentierte Kartellamtspräsident Andreas Mundt den Vorstoß damals. Im Detail sollte dem sozialen Netzwerk untersagt werden, Nutzerdaten von Diensten wie Instagram und Whatsapp oder auch von externen Webseiten ohne ausdrückliche Erlaubnis der Nutzerinnen und Nutzer mit deren Facebook-Konten zu verknüpfen. Damit sollte Verbrauchern mehr Kontrolle über ihre Daten gegeben werden. Facebook hätte Nutzer dann nämlich trotz Ablehnung der Datensammlung nicht von seinen Diensten ausschließen dürfen. Wegen eines Einspruchs des Konzerns müssen die Auflagen derzeit allerdings noch nicht umgesetzt werden.
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