Salzburger Sozialamt setzt Video-Dolmetscher ein
28. August 2015, 08:34
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Foto: Screenshot
Im Jugend- und Sozialamt der Stadt Salzburg wurden Mitarbeiter mit Tablets ausgestattet, um Übersetzer für die Kundenbetreuung immer dabei zu haben.
Der Magistrat Salzburg testet seit 1. März 2015 in einem Pilotprojekt im Jugend- und Sozialamt der Stadt den Einsatz von Video-Dolmetschern. In beiden Ämter ist der Bedarf an Übersetzern hoch - auch wegen der steigenden Zahl anerkannter Flüchtlinge.
Zitat:"Unser Ziel ist es, Dienstleistungen möglichst niederschwellig für alle Bürger zugänglich zu machen"
... sagte Projekt-Koordinatorin Eva Spießberger, die das Pilotprojekt mit ihrer Kollegin Monika Schmerold initiiert hat, zur APA.
Dazu wurden einzelne Abteilungen mit Tablets ausgestattet.
Zitat:"Das Jugendamt arbeitet etwa stark mobil. Die gehen zu Beratungsgesprächen in Familien und kümmern sich um die Obsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge."
In Abteilungen, wo viel Dolmetsch-Tätigkeit notwendig ist, sei früher oft mit Händen und Füßen erklärt worden.
Zitat:"Oft springen auch Nachbarn, Freunde oder Kinder ein und übersetzen. Das ist manchmal heikel, besonders weil es oft um intime und sensible Themen geht"
... erklärte Spießberger.
Zitat:"Das eigene Gehalt offen zu legen oder die private Situation zu beschreiben, fällt dann vielen schwierig. Besonders wenn eine Community klein ist, kennt man sich oft."
Auch Frauen würden oft offener reden, wenn ihr Mann nicht neben ihnen sitzt.
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